Schon vor dem Spiel hatte das Schiri-Gespann und die Verantwortlichen des FC Fortuna Plauen große Bedenken, ob es auf dem sehr schlechten Nebenplatz des TSV mit vielen Löchern, Gräben und Steinen zu einem normalen Fußball spielen kommen kann.
Nach 120 Minuten mussten dann alle feststellen das kein normales Fußballspiel möglich war, aber es zum Glück auch keine Verletzten gab. Die Gäste aus Plauen begannen trotz der schlechten Platzverhältnisse sehr konzentriert und hatten diese Partie sofort im Griff. Ein normales Flachpass-Spiel war nicht möglich und so ergaben sich zumeist nur nach hohen Eingaben gefährliche Situationen. Der beste Akteur der Heimelf Torhüter S. Wagner verhinderte mit mehreren tollen Paraden bis zur Halbzeit einen Rückstand seiner Mannschaft. Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht, Fortuna drängte weiter auf die Führung-aber immer wieder versprangen die Bälle auf dem katastrophalen Geläuf. Plauens Angreifern stand die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, immer wieder tauchten sie gefährlich im Netzschkauer Strafraum auf, aber Keiner war in der Lage den Ball normal zu führen –geschweige ihn normal zu treffen. Dennoch versuchten die Gäste alles um zum Torerfolg zu kommen, aber was aufs Tor kam, entschärfte Teufelskerl Wagner. Mit 0:0 ging es in die Verlängerung und der Heimelf schwanden immer mehr die Kräfte, aber die Plauener schafften es nicht den Ball im Tor unter zu bringen. Zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung dann erneut eine kuriose Szene, der durchgelaufene Kaiser bedient vor Keeper Wagner den mitgelaufenen Meinzl, aber wiederum springt der Ball vor dem Einschuss bereiten Plauener so auf , das er ihn nicht im leeren Tor unter bringt. Aber nach einem Freistoß in der 115. Minute sorgte Verteidiger Riedel mit seinem Kopfballtreffer für die längst überfällige Führung. Jetzt besaßen die Gäste gleich mehrfach die Chance freistehend vor Wagner die Entscheidung zu erzielen, aber weder Schneider noch Meinzl gelang der entscheidende Treffer. In der 120.Minute kam es dann ganz bitter für die rot-weißen. Ein völlig harmloser Ball sprang im Strafraum so unkontrolliert auf, das weder Keeper Benkert noch ein Plauener Verteidiger ihn erreichen konnte-ein Netzschkauer Angreifer beförderte das Streitobjekt Richtung Plauener Tor und C. Fritzsch schlug ihn von der Torlinie ins Seitenaus. Der Linienrichter sah den Ball aber hinter der Linie und Schiri Zeidler entschied auf Tor für die Heimelf und pfiff die Partie kurz darauf ab. Im anschließendem Elfmeterschießen vergaben auf Plauener Seite Eckner und Benkert vom Punkt und somit feierten überglückliche Netzschkauer den Einzug ins Pokalviertelfinale.
Trainer Fritzsch: Es mag blöd klingen, aber ich kann keinem unserer Spieler ein Vorwurf machen, jeder Einzelne hat sich trotz der Platzverhältnisse voll reingehängt. Ein normales Fußballspiel war auf diesem Platz nicht möglich und ich bin sehr froh das sich keiner unserer Spieler verletzt hat. Ich möchte auch weder der Heimelf noch dem Schiri-Gespann einen Vorwurf machen, aber der VFV sollte die Durchführung von Fußballspielen auf solchen Plätzen mal überdenken.

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