Ungläubiges Staunen am vergangen Freitag in der Helbighalle. Unsere Jungs auf dem Weg zur Sensation. Nein, nicht zum ersten Platz hin, aber zum Weiterkommen. Nachdem uns die Hallenturniere der letzten Jahre eher schlecht als gut gelungen waren, lief es heuer fast optimal. Trotz schlechter Trainingsergebnisse in untauglichen Hallen. Ich möchte nicht als befangen beurteilt werden, aber Trainer Heidel hatte mit dem Einsatz von Sebastian Schubert natürlich einen Joker, welcher nicht nur die meisten Zweikämpfe für sich entschied sondern nach kürzester Zeit auch die Laufwege seiner Mitspieler kannte. Das gab den Ausschlag dafür, daß er selbst oder Jonas Seifert im oft sehenswerten Zusammenspiel die wichtigen Tore zum Einzug in die Finalrunde erzielen konnten. Das hinten Angelo Tarnawski nichts anbrennen lies und ein tadelloses Spiel zeigte, wird ihn selbst am meisten freuen. Angelo kann dann immer besser, wenn der Erfolg greifbar wird. Ebenso unermüdlich, auf für ihn ungewohnter Position, Ardijon Gashi. Aber er konnte dort an dieser Stelle, außer dem sonst gewohnten Toreschießen, genau das Umsetzen, was er exzellent kann. Nämlich Fußball spielen. Wenn auch der eine oder andere Torschuss das Gehäuse verfehlte, Ardijon freut sich immer auch am Erfolg seiner Jungs. Im Tor Oliver Walther. Der hat mich mit erstaunlicher Ruhe überrascht. Das Ergebnis seines Spieles sind die viert wenigsten Gegentore. Und von diesen waren einige wirklich nicht haltbar. Als er zum Ende hin verletzt vom Parkett mußte, zeigte Julian Degenkolb, daß er nicht nur ein super Torhüter ist, sondern auch beim Sprint in den Umkleideraum Spitzenleistungen bringen kann! Trainer Silvio Heidel setzte im letzten Spiel gegen Falkenstein unsere bis dahin auf der Bank sitzenden Michelle Peetz, Michael Bär, Julian Vetter und Kevin Süß ein. Die Jungs begannen wie die Feuerwehr und es dauert nicht lange, da schoß Michelle Peetz zum viel umjubelten Führungstor ein. Die Falkensteiner witterten aber ihre Chance und nach dem Anschlußtor mußte zur Sicherheit nochmals gewechselt werden um zumindest den 3 Platz zu halten, nachdem klar war, daß bei Punktgewinn doch wir und nicht die Lok in die Endrunde kommen. In der verbleibenden Spielzeit rettete Julian Degenkolb mehrmals mit sensationellen Paraden das knappe Unentschieden. Wir sind also am kommenden Sonntag in Treuen mit dabei. Dort gilt es ordentlich mitzuspielen. Sieht man die Gegner wären Überraschungen mehr als überraschend.
Rolf

Schreibe einen Kommentar