Um einen Abschlussbericht zum nunmehr allerletzten Spieltag der B-Junioren in der uns bekannten und über viele Jahre durchaus erfolgreichen Besetzung zu schreiben, muß man etwas umfangreicher ausholen. So hätte ich gerne die Frage beantwortet, warum die Heideltruppe trotz bekannter Heimspiel-Ansetzung zum Auswärtsspiel auf den ungeliebten Wacker-Kunstrasenplatz fahren mußte. Das Spielgeschehen am Sonntag selbst, über Jahre die Regel. Gerade 11 Spieler, die einen mit gutem Einsatz aber zu jung, der “alte Stamm“ zum Teil verletzt und der Rest heute ohne Biss. Die über Jahre Unzuverlässigen waren nicht mehr eingeladen. Das Ergebnis aller dieser Nöte zeigt die Tabelle der Meisterrunde. Hier kann ich nur die Hände zum Himmel heben und dort bitten: Herr lass unter Anderem gute Nachwuchsfußballer fallen an diesen nunmehr mit einem Bezirksligateam bestückten Fußballfeld am Chrieschwitzer Hang.Und wenn es dir nichts ausmacht, gib massenhaft Helfer im Nachwuchsbereich, oder auch Linienrichter zu deren Punktspielen noch dazu. Dann würde für Trainer Silvio Heidel, sofern er weitermacht, vieles einfacher sein. Ihn vergleiche ich mit der Märchenfigur Rumpelstilzchen. Der machte aus Stroh Gold und hat sich am Ende mitten zwei gerissen. Silvio versuchte gleiches über all die Jahre bei denen ich selbst das Team mithelfend oder auch nur zuschauend begleiten durfte. Er konnte freilich kein Gold spinnen aber er versuchte ebenfalls von Anfang an aus Nichts und mit Nichts und meist allein nur mit eigenen Herzblut und oft eigenem Geld seine Babys zum Erfolg zu bringen. Urkunden und Pokale sind das Ergebnis auch seiner Arbeit. Die Ursachen, warum das nicht bis zum heutigen letzten Spieltag durchgehend gelungen ist, möge jeder für sich selbst hinterfragen. Die heute von seinen Jungs an ihn übergebenen Aufmerksamkeiten haben dankbare Hintergründe. Silvio muß sich nun von seinen altgedienten Jungs trennen und das wird ihn noch nie so schwer gefallen sein wie diesmal. Mir geht es mit meinen letzten Bericht ähnlich. Ich hoffe nur, daß für Ardijon Gashi, Henrik Scholz, Jonas Seifert oder auch Nikita Tschikmarov noch ein warmer und offizieller Händedruck zum Abschied vom aktiven Spielbetrieb beim FCF angesagt ist. Verdient wäre es allemal. Für die Zukunft aber sollte man den noch zu bildenden Spielgemeinschaften schon heute gute Erfolge wünschen.
bis irgendwann einmal
Rolf

